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Oracle Java - Lizensierung

Oracle Java - Lizensierung

Detailinformation

Die Lizenzbedingungen von Oracle Java haben sich Anfang 2019 geändert. Das bedeutet, dass Oracle-Java-Lizenzen nun auch für Bildungseinrichtungen kostenpflichtig sind.

Betroffen sind:

  • Java 8 ab dem Update-Release 211
  • Java 9 und 10 sind nicht betroffen, da sie keinen Long-Term-Support haben und somit nicht in den Zeitraum der Lizenzpflicht fallen
  • Java 11 und neuer 
  • Rechner die ausschließlich zu Lehrzwecken im Zusammenhang mit einer Lehrveranstalung verwendet werden, sind davon derzeit nicht betroffen.

Dabei unterschiedet Oracle die Lizenzierung von:

  • für Arbeitsplätze nach Usern.
  • für Server nach physikalischen Cores. 
    Dies bedeutet beim Einsatz von Oracle Java auf virtualisierten Servern, dass die ganze zugrundeliegende physikalische Infrastruktur lizenziert werden muss.
  • für die Verwendung einer ISV Software (gebündelte Java Version).
    Diese kann vom Hersteller der Software erworben und an die Nutzenden weitergegeben werden. 
    Achtung! Diese Lizenzen berechtigen die Nutzung  nur für die entsprechende Software. Andere Softwareprodukte auf demselben Rechner dürfen Oracle Java weiterhin nicht nutzen.
     

Von Seiten Oracles sind nun das Java-Development-Kit (JDK) und die Java-Runtime-Environment (JRE) zu einem Produkt zusammengeführt, so dass beide nun einer gemeinsamen Lizenzpolitik unterstehen.

Da eine Fehllizenzierung zu hohen Kosten führen kann, wird folgender Umgang mit Java-Installationen, die auf Oracle-Java basieren, empfohlen:

Einsatz von Oracle Java überall wo möglich vermeiden.

  1. Feststellen auf welchen Rechnern Oracle Java installiert ist und weiterhin benötigt wird. Sofortige Deinstallation nicht mehr benötigter Java Installationen
  2. Für gebündelte Java Versionen (also Oracle-Java, das in einem anderen Programm mitgeliefert wird) erfragen Sie bitte bei den jeweiligen Herstellern des Programms, mit welcher Alternative das Produkt betrieben werden kann oder ob die Lizenz vom Hersteller gestellt wird. 
    Für die von uns bereitgestellten Produkte im Software Shop haben wir dies schon bei den Herstellern erfragt. Diese Information haben wir für Sie zusammengetragen.
    Achtung! Diese Lizenzen berechtigen nur für die Nutzung mit der entsprechenden Software. Andere Softwareprodukte auf demselben Rechner dürfen Oracle Java weiterhin nicht nutzen.
    Sprechen Sie den Hersteller im Zweifel auf die Lizenzierung der vorausgesetzten Oracle Java an.
  3. Installation von Alternativprodukten, falls Anwendungen installiert sind - und weiterhin benötigt werden -, die Java verwenden. 
    OpenJDK ist die von Oracle empfohlene Alternative. Nur in sehr seltenen Fällen sind Inkompatibilitäten bekannt. Dennoch sollte die Funktion der Java-abhängigen Software mit dem OpenJDK getestet werden, bevor man sich darauf verlässt.
  4. Wird nach diesen Schritten die Notwendigkeit des Einsatzes von Oracle Java festgestellt, muss die entsprechende Lizenzierung durchgeführt werden. Unser Shopbetreiber bietet diese als weiteres Softwareprodukt im Software Shop an. Für diese Produkte gelten die im Beschaffungshandbuch festgelegten Richtlinien. Das heißt bei Produkten, die die Summe von EUR 500 netto überschreiten, ist ein Preisvergleich einzuholen und die entsprechenden Richtlinien des Beschaffungshandbuches einzuhalten.

Für ältere Versionen von Oracle Java besteht nach wie vor keine Lizenzierungspflicht. Deren Nutzung stellt jedoch ein entsprechendes Risiko dar, da ohne Lizenzvertrag mit Oracle keine Java-Sicherheitsupdates mehr nachinstalliert und daher neue Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Es besteht ein hohes Risiko, dass diese Sicherheitslücken in veralteten Java-Versionen ausgenutzt werden könnten.  

 

 

Die Lizenzbedingungen von Oracle Java SE finden Sie auf den Webseiten des Herstellers:

Mögliche Alternativen können sein (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur als Hilfe dienen, wo man Alternativen suchen kann):

  • freies OpenJDK
  • Zusätzlich gibt es Implementierungen, bei denen die Updates kostenfrei sind (zum Beispiel Amazon Corretto oder AdoptOpenJDK)
  • Außerdem bieten verschiedene Firmen OpenJDK-Installationen und Supportverträge an, bei denen die OpenJDK-Installationen auch mit Softwarepflege angeboten werden (zum Beispiel RedHat, Suse)

zuletzt geändert am 29.01.2021

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