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Konfiguration

Konfiguration

Konfiguration unter Linux

TSM-Server, Port-Nummer und Nodename des Backupknotens ermitteln

 

Hinweis:

Aus Optimierungsgründen (Lastverteilung, Performance, ...) werden auf dem Backup-System des IT Centers mehrere Serverinstanzen (logische TSM-Server) betrieben.

Um Ressourcen optimal verteilen zu können und damit Backup- und Restore-Prozesse möglichst zügig durchführen zu können, sind Knoten einer Einrichtung nicht einem festen TSM-Server zugeordnet, sondern im Regelfall auf verschiedenen TSM-Servern eingerichtet.

Um die entsprechenden Informationen Ihres Backup-Knotens zu ermitteln, loggen Sie sich in das Backup/Restore & Archiv Selfservice Portal ein und klicken Sie in der linken Spalte unter dem Reiter Knoten auf Backup.

 

Um sich die Informationen anzeigen zu lassen, klicken Sie in der nun angezeigten Tabelle auf das i-Symbol des entspechenden Backup-Knotens.

Konfigurationsdatei anlegen

 

Hinweis:

Nach der Installation der Client-Software müssen noch die zentralen Konfigurationsdateien (dsm.sys, dsm.opt) erstellt werden.

Führen Sie hierfür folgende Befehle aus.

touch /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys
touch /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.opt

Verwenden Sie danach zum bearbeiten der dsm.sys einen Editor ihrer Wahl.
Der Befehl zum bearbeiten der Datei mit einem Editor könnte beispielweise nano /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys lauten.

Bitte Kopieren Sie den unteren Inhalt der dsm.sys und passen Sie die benutzerspezifischen Einträge folgender Parameter an.
Verwenden Sie hierfür die aus dem  Backup/Restore & Archiv Selfservice Portal  ermittelten Daten.

  • DEFAULTSERVER
  • SERVERNAME
  • TCPSERVERADDRESS
  • TCPPORT
  • NODENAME
 

Hinweis:

DEFAULTSERVER, SERVERNAME undTCPSERVERADDRESS haben alle denselben Eintrag in Form von basXX.itc.rwth-aachen.de.

Ersetzen Sie die XX durch die Nummer des entsprechenden Backup-Servers.

Mit DOMAIN und VIRTUALMOUNTPOINT legen sie die zu sichernden Verzeichnisse fest.
Mehr Informationen diesebezüglich finden Sie im Inhalt der dsm.sys

 Inhalt der dsm.sys
******************************************************************
*
* dsm.sys option file for Unix Clients
*
******************************************************************
* ---------------------------------------------------------------
* TSM-Server und Ports ermitteln und eintragen.
* z.B. TSM-Server bas01.rz.rwth-aachen.de (Port 1501)
DEFAULTSERVER                 basXX.itc.rwth-aachen.de
SERVERNAME                    basXX.itc.rwth-aachen.de
TCPSERVERADDRESS              basXX.itc.rwth-aachen.de
TCPPORT                       15XX
* ---------------------------------------------------------------
* Die folgenden 5 Eintrage unveraendert lassen.
* Abweichungen sind mit dem IT Center abzusprechen!
COMMMETHOD                    tcpip
PASSWORDACCESS                generate
SCHEDMODE                     polling
TXNBYTELIMIT                  25600
MANAGEDSERVICE                schedule
* ---------------------------------------------------------------
* Geben Sie mit NODENAME den Namen des Rechners an, wie er
* im TSM-Server registriert ist. Der NODENAME wird beim
* Anlegen eines neuen Knotens ueber das Backup-Portal gesetzt.
NODENAME                      knotenname.institut.rwth-aachen.de
* ----------------------------------------------------------------
* Festlegen der Logfiles
SCHEDLOGNAME                  /var/log/dsmsched.log
ERRORLOGNAME                  /var/log/dsmerror.log
* ----------------------------------------------------------------
* Haltezeit (Tage) fuer Eintraege im Scheduler- und Errorlogfile
* festlegen
* Schedulerlogdatei: 30 Tage
* Errorlogdatei    :  1 Jahr
SCHEDLOGRETENTION             30 D
ERRORLOGRETENTION             365 D
* ----------------------------------------------------------------
* Mit 'DOMAIN' geben Sie die Verzeichnisse an, die Sie sichern
* wollen. Ein Verzeichnis, das kein Mountpoint eines Filesystems
* ist, muss zusaetzlich als VIRTUALMOUNTPOINT deklariert werden.
*
* Im nachfolgenden Beispiel sind /home und /etc fuer die
* Sicherung vorgesehen, wobei aber nur /home ein eigenes
* Filesystem ist.
DOMAIN                     /home
VIRTUALMOUNTPOINT          /etc
DOMAIN                     /etc
* ----------------------------------------------------------------
* Mit INCLUDE koennen einzelne Dateien aus zuvor ausgeschlossenen
* Bereichen mit in die Sicherung aufgenommen werden. Beachten,
* Sie, dass die Reihenfolge von EXCLUDE/INCLUDE-Statements
* relevant ist!
*
* Die folgenden Exclude-Statements werden vom TSM-Server
* vorgegeben und brauchen nicht definiert zu werden. Die
* Statements schliessen die Caches fuer Konqueror, Mozilla
* und Netscape sowie core-Files aus der Sicherung aus.
* EXCLUDE         '/.../.kde/share/cache/http/.../*'
* EXCLUDE         '/.../.mozilla/.../.../Cache/.../*'
* EXCLUDE         '/.../.netscape/cache/.../*'
* EXCLUDE         'core'
* EXCLUDE         '/.../dsmerror.log'
* EXCLUDE         '/.../dsmsched.log'
* ----------------------------------------------------------------
* Benutzerspezifische EXCLUDES und INCLUDES:
 
 
* ----------------------------------------------------------------

 

Hinweis:

Der auf generate konfigurierte Parameter PASSWORDACCESS aus den Grundeinstellungen (dsm.opt) sorgt dafür, dass nach der ersten Eingabe des Knotenpassworts für den Client und Server ein neues, sicheres Passwort generiert wird.

Dieses Passwort wird lokal im Kontext des aktuellen Users verschlüsselt gespeichert und das eingegebene Passwort wird verworfen.

Nach dem ersten Connect mit dem Backup-Knoten ist eine erneute Passworteingabe demnach nicht mehr notwendig.

 

Hinweis:

Nähere Informationen zu den Parametern INCLUDE und EXCLUDE finden Sie in der IBM Dokumentation.

Abschließende Konfigurationen

 

Führen Sie folgenden Befehl aus um IBM Spectrum Protect dem Init-System (systemd) hinzuzufügen.

cp /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsmcad.service /usr/lib/systemd/system/
 

Geben Sie folgenden Befehl ein, um eine override-Datei zu erstellen, die von der systemd beim Start des Dienstes zusätzlich geladen wird.

Mehr Informationen zu diesem Mechanismus finden Sie hier.

systemctl edit dsmcad

Kopieren Sie diesen Inhalt in das neue Fenster und speichern Sie die Datei ab.

[Service]
Environment="LANG=en_US"
Environment="LC_CTYPE=en_US"
 

Hinweis:

Diese Overwrites gewährleisten, dass Zeichen aller Zeichenkodierungen ordnungsgemäß gesichert werden. Verwenden Sie bitte ausschließlich "en_US", auch wenn Sie sonst einen anderen Zeichensatz in Ihrem System verwenden.

Um zu gewährleisten, dass die Zeichenkodierung bei Verwendung der interaktiven Konsole ordnungsgemäß funktioniert, führen Sie bitte vor jedem Start der CLI oder GUI folgende Schritte aus:

export LANG=en_US
export LC_CTYPE=en_US
 
 

Danach können Sie die systemd manager configuration neu laden, um die Änderungen wirksam zu machen.

systemctl daemon-reload
 

Erster Connect mit dem Backup-Knoten

Nachdem alle Konfigurationen vogenommen wurden können Sie die erste Verbindung zum Backup-Knoten herstellen.

Führen Sie hierfür die dsmc in der Konsole aus und geben Sie den Nodename Ihres Knotens und das Initialpasswort ein.

Nach dem erfolgreichen Connect können Sie die dsmc mit quit wieder schließen.

Hinweis:

Wenn die Verbindung erfolgreich war und Sie in der dsm.sys den Parameter PASSWORDACCESS auf generate eingestellt haben, sollte nun das erneute ausführen der dsmc ohne Passwortbestätigung möglich sein.

 

Autostart des Client Acceptor Daemons aktivieren

Letztlich wird nun noch das automatische Starten des Client Acceptor Daemons (CAD) aktiviert und damit die Konfiguration der Client-Software abgeschlossen.

systemctl enable dsmcad
systemctl start dsmcad

Es sollten nun Einträge in den Logfiles zu sehen sein.

more /var/log/dsmsched.log

zuletzt geändert am 14.07.2022

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