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Allgemeine Informationen zu Take Home-Exams mit RWTHmoodle

Allgemeine Informationen zu Take Home-Exams mit RWTHmoodle

Kurzinformation

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen ist es im Wintersemester 2020/21 aktuell nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, Prüfungen in Präsenz durchzuführen. Die RWTH Aachen ermöglicht daher, Klausuren als Fernprüfungen durchzuführen. Die Entscheidung für oder gegen eine Fernprüfung obliegt allein den jeweils für die Klausur verantwortlichen Lehrenden und ist Teil ihrer gesetzlich geschützten Freiheit in Forschung und Lehre.

Neben der Option, elektronische Klausuren mit dem RWTH-E-Prüfungssystem Dynexite durchzuführen, können Lehrende auch RWTHmoodle für Fernprüfungen nutzen. Dabei können Sie die Prüfungsaufgaben den Studierenden über eine Aktivität „Aufgabe“ bereitstellen und die Lösungen am Ende der Klausur auch hierüber einsammeln. Die Aufgabe kann zudem für die spätere digitale Einsicht genutzt werden. Schließlich können Sie auch die vorläufigen Prüfungsergebnisse vor der Einsicht über den Bereich „Bewertungen“ in RWTHmoodle bekanntgeben.

Hinweis 1

Beachten Sie bitte, dass wir aktuell Szenarien mit bis zu 500 Studierenden unterstützen können. Szenarien bis zu 750 Studierende sind möglich, allerdings steigt hier die Gefahr, dass es zu Lastspitzen kommt. Szenarien über 750 Studierende können derzeit nicht unterstützt werden. Führen Sie die Prüfung in diesem Fall besser in zeitlich versetzten Kohorten von bis zu 500 Studierenden durch.

Hinweis 2

Die Archivierung der Abgaben ist Aufgabe der Lehrstühle, die die Prüfung durchführen! RWTHmoodle kann nicht als Archivierungssystem dienen, unter anderem weil die Lernräume im Rahmen ihres LifeCycles bereits nach sechs Semestern vollständig gelöscht werden.

Hinweis 3

Bitte nutzen Sie für Ihr Take-Home-Exam die Aktivität "Aufgabe" und nicht die Aktivität "Test". Prüfungen, die über die Aktivität "Test" durchgeführt werden, sind nicht rechtssicher. Darüber hinaus können die Abgaben aus der Aktivität "Test" nicht ohne weiteres exportiert werden, was u.a. die Archivierung erschwert (siehe Hinweis 2).

 

Zur Vorbereitung einer Fernprüfung mit RWTHmoodle sind eine Reihe von Schritten nötig, die in den hier zu findenden Anleitungen ausführlich beschrieben werden. Auch die Abgabe der Prüfungsunterlagen über die Aufgaben-Aktivität durch die Studierenden wird ausführlich dargestellt. Das CLS stellt zudem weitere Anleitungen für Lehrende wie Studierende bereit, die z.B. die Videoüberwachung der Fernprüfung per Zoom-Videokonferenz oder das Erstellen eines PDF-Scans mit einem Smartphone erläutern.

Nachfolgend fassen wir die nötigen Vorbereitungsschritte in RWTHmoodle möglichst knapp zusammen. Details entnehmen Sie bitte den detaillierten bebilderten Anleitungen.


 Detailinformation

Inhalt

1. Betreuer/innen entfernen
2. Nachbuchen von Prüfungsteilnehmer/innen
3. Gruppen bilden
4. Themenabschnitt für die Prüfung erstellen
5. Zugriff auf Themenabschnitt regulieren
6. Entscheidung für Prüfungsformat und Telefonnummer abfragen
7. Prüfung mit der Aktivität "Aufgabe" durchführen
8. Identitätsfeststellung in Zoom-Videokonferenz
9. Studierenden Kontaktdaten der Prüfungsaufsicht bereitstellen
10. Studierende auf Testlernraum verweisen

 

1. Betreuer/innen entfernen

Personen mit der Rolle Betreuer/in haben analog zu Manager/innen Zugriff auf für Studierende verborgene Lernrauminhalte. Entfernen Sie daher ggfs. alle Personen mit der Rolle Betreuer/in aus dem Lernraum, um einem möglichen Leak der Prüfungsaufgaben vorzubeugen.

 

2. Nachbuchen von Prüfungsteilnehmer/innen

Fügen Sie bei Bedarf diejenigen Prüfungsteilnehmer/innen, die noch nicht im RWTHmoodle-Lernraum sind, als „Weitere Teilnehmer/innen“ hinzu. Andernfalls haben diese Personen keinen Zugriff auf die Aufgabe, über die die Prüfungsunterlagen bereitgestellt werden.

  • Kleine Prüfungen: Fügen Sie die fehlenden Personen manuell über die Liste der Teilnehmenden hinzu.
  • Große Prüfungen: Erledigen Sie diesen Schritt zusammen mit der Gruppeneinteilung (s.u. 3. Gruppen bilden). Hierbei wird eine neue Importfunktion für große Personenanzahlen genutzt.

Anleitung: Prüfungsteilnehmer/innen in den Lernraum buchen und in Gruppe zusammenfassen

 

3. Gruppen bilden

Fassen Sie die Prüfungsteilnehmer*innen im Lernraum in einer Gruppe zusammen. Im weiteren Verlauf erhalten nur die Mitglieder dieser Gruppe Zugriff auf die relevanten Informationen und Unterlagen.

Falls Sie mit Kohorten und Prüfungsvarianten arbeiten, teilen Sie die Prüfungsteilnehmer*innen entsprechend auf mehrere Gruppen auf. Fassen Sie diese anschließend in einer Gruppierung zusammen. Bevor Sie die Gruppen erstellen, verbergen Sie die Teilnehmendenliste für die Studierenden. So sehen diese nicht, welcher Gruppe sie angehören, und können sich vor der Prüfung nicht absprechen.

Anleitung: Prüfungsteilnehmer/innen in den Lernraum buchen und in Gruppe zusammenfassen

 

4. Themenabschnitt für die Prüfung erstellen

Erstellen Sie einen separaten Themenabschnitt für die Prüfung. Hier werden alle Informationen und Unterlagen für die Prüfung abgelegt.

Anleitung: Themenabschnitt für die Prüfung anlegen und Zugriff regeln

 

5. Zugriff auf Themenabschnitt regulieren

Erstellen Sie in den Einstellungen zum Themenabschnitt eine Voraussetzung vom Typ „Gruppe“ und legen Sie fest, dass nur die oben erstellte Gruppe der Prüfungsteilnehmer*innen Zugriff auf den Themenabschnitt und seinen Inhalt hat.

Wenn Sie mit mehreren Kohorten/Prüfungsgruppen arbeiten, erstellen Sie eine Voraussetzung vom Typ „Gruppierung“, die nur den in der Gruppierung zusammengefassten Gruppen den Zugriff erlaubt.

Anleitung: Themenabschnitt für die Prüfung anlegen und Zugriff regeln

 

6. Entscheidung für Prüfungsformat und Telefnonnumer abfragen

Erstellen Sie im Themenabschnitt für die Prüfung eine Aktivität „Feedback“. Fragen Sie hierüber bei den Prüfungsteilnehmer*innen ab, ob sie an der videoüberwachten Fernprüfung mit RWTHmoodle teilnehmen oder auf ein alternativ angebotenes Prüfungsformat ausweichen wollen, z.B. eine Präsenzprüfung zu einem späteren Zeitpunkt. Eine solche explizite Entscheidung für eine videoüberwachte Fernprüfung ist nötig, da die Studierenden aus Datenschutzgründen der Videoüberwachung zustimmen müssen.

Bei der Videoüberwachung per Zoom können die Prüfenden von der Option Gebrauch machen, ein Prüfungsprotokoll in Zoom zu generieren, dem die Ein- und Austritte von Teilnehmenden entnommen werden können. Wenn dieses Protokoll benutzt und gespeichert werden soll, weisen Sie die Studierenden im Zuge der Abfrage unbedingt darauf hin. Sie müssen der Nutzung nicht zustimmen, aber über die Nutzung informiert werden.

Bitten Sie die Studierenden zudem um die Angabe einer Telefonnummer, unter der die Prüfungsaufsicht diese bei technischen oder anderen Problemen erreichen kann. Beachten Sie in diesem Kontext auch unten 9. Studierenden Kontaktdaten der Prüfungsaufsicht bereitstellen.

Anleitung: Entscheidung über Prüfungsformat, Zustimmung zur Videoüberwachung und Einsammeln von Kontaktdaten, CLS-Handreichungen zur Durchführung der Prüfung für Lehrende: Anwesenheitsprotokoll aus Zoom exportieren


7. Prüfung mit der Aktivität „Aufgabe“ durchführen

Erstellen Sie eine Aktivität „Aufgabe“. Stellen Sie hierüber die Prüfungsunterlagen bereit und legen Sie den Zeitraum fest, innerhalb dessen die Studierenden ihre Prüfungsleistung einreichen können. Gewähren Sie den Studierenden dabei mindestens 30 Minuten zusätzliche Zeit, um ihre Prüfungsleistung einzuscannen und als Abgabe hochzuladen und einzureichen. Durch die Streckung der Abgabezeit nehmen Sie bei großen Prüfungen Last vom System, da die Uploads und Abgaben sich dann auf einen größeren Zeitraum verteilen.

Machen Sie die Aufgabe mit der Datei mit den Prüfungsaufgaben idealerweise bereits einen Tag vor der Prüfung verfügbar. Verschlüsseln Sie dabei die Aufgabendatei mit einem sicheren Passwort von mind. 10 Stellen, das Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthält. Präsentieren Sie das Passwort im Rahmen der Videokonferenz, die zwecks Täuschungskontrolle parallel zur Prüfung durchgeführt wird.

Durch die Vorab-Bereitstellung nehmen Sie bei großen Prüfungen mögliche Last vom System, da dann beim Start der Prüfung nicht alle Studierenden gleichzeitig die Aufgabe und die Aufgabendatei aufrufen.

Falls Sie mit Kohorten und Prüfungsvarianten arbeiten, erstellen Sie mehrere Aufgaben und regeln Sie über Voraussetzungen vom Typ „Gruppe“, dass jede Gruppe nur auf die für sie gedachte Variante Zugriff hat.

Nach der Prüfung können Sie alle Abgaben als ZIP-Datei herunterladen und offline korrigieren. Die Korrekturdateien können für die digitale Einsicht wieder als ZIP-Datei hochgeladen werden. Sie werden von RWTHmoodle automatisch den richtigen Studierenden zugeordnet. Generell sehen Studierende nur ihre eigene Abgabe und auch nur die ihnen zugewiesenen Feedbackdateien.

Anleitungen: Prüfung durchführen mit der Aktivität "Aufgabe", Abgabe einreichen / Informationen für Studierende, Vorläufige Prüfungsergebnisse datenschutzkonform bereitstellen, Elektronische Einsichtnahme bei Fernprüfungen über RWTHmoodle

 

8. Identitätsfeststellung in Zoom-Videokonferenz

Die Identitätskontrolle für die Prüfung via Blue Card/Lichtbildausweis ist sehr zeitaufwändig. Sie können daher alternativ ein weniger eindeutiges, aber einfacheres, vom Datenschutz abgenommenes Verfahren verwenden. Stellen Sie dabei den Studierenden über den Bereich „Bewertungen“ individuelle zufällige Einmal-IDs zur Verfügung. Diese werden im Warteraum des Zoom-Meetings dem eigenen Namen hinzugefügt. Gleichen Sie die IDs und Namen anhand einer Liste miteinander ab.

Anleitung: Vergabe individueller Zugangscodes über den Bereich "Bewertungen"

 

9. Studierenden Kontaktdaten der Prüfungsaufsicht bereitstellen

Stellen Sie den Studierenden vor dem Start der Prüfung unbedingt Kontaktdaten der Prüfungsaufsicht bereit, damit die Studierenden bei technischen und anderen Problemen eine Kontaktperson haben!

 

10. Studierende auf Testlernraum verweisen

Studierende können in diesem Testlernraum das Erstellen einer Abgabe ausprobieren. Sie können sich per Selbsteinschreibung in den Kurs einschreiben und haben dann 60 Tage Zugang.


 Zusatzinformation

Zusätzliche Informationen:

 

zuletzt geändert am 03.03.2021

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